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Tipp Herbstjagd EINMALEINS

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Wenn der Herbst ins Revier zieht

Wenn die Felder abgeerntet sind und sich das Laub langsam verfärbt, beginnt die Zeit der Niederwildjagden. Für viele Jäger ist sie einer der Höhepunkte des Jagdjahres. Eine Einladung in ein gut geführtes Niederwildrevier verspricht einen besonderen Jagdtag. Damit dieser nicht nur erfolgreich, sondern auch sicher und angenehm verläuft, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten.

Die richtige Vorbereitung

Eine hochwertige Flinte allein macht noch keinen guten Flintenschützen. Entscheidend ist regelmäßiges Training am Schießstand – und nicht erst wenige Tage vor der Jagd. Besonders sinnvoll ist das Training unter fachkundiger Anleitung. So lassen sich Anschlag und Bewegungsabläufe festigen und gleichzeitig der sichere Umgang mit der Flinte trainieren.

Die richtige Flinte
Idealerweise geht man mit jener Flinte zur Jagd, mit der man auch regelmäßig trainiert und sich sicher fühlt. Eine ausgewogene Balance, eine passende Lauflänge und vor allem ein geeigneter Schaft spielen dabei eine wichtige Rolle. Nicht umsonst heißt es: „Der Lauf zielt, der Schaft trifft.“ Eine individuell angepasste Flinte ist optimal, doch auch Standardschäfte können sehr gut funktionieren und lassen sich häufig in der Länge anpassen. Wer die Möglichkeit hat, sollte unterschiedliche Modelle am Schießstand ausprobieren und herausfinden, welche Flinte am besten zu ihm passt.

Die richtige Munition
Auch die Wahl der passenden Patrone sollte nicht unterschätzt werden. Ein Trefferbild mit der eigenen Flinte zeigt, wie gleichmäßig die jeweilige Laborierung deckt. Für die Herbstjagd werden häufig Schrotgrößen zwischen 2,9 und 3,3 mm verwendet. Daneben gibt es sogenannte Mix- oder „Long Distance“-Laborierungen, bei denen unterschiedliche Schrotgrößen kombiniert werden. Entscheidend ist, dass Flinte, Choke und Munition auf den jeweiligen jagdlichen Einsatz abgestimmt sind.

Die richtige Kleidung
Bei der Niederwildjagd verbringt man oft viele Stunden im Revier. Die Kleidung sollte deshalb nicht nur zum jagdlichen Anlass passen, sondern vor allem funktionell sein. Kalte Morgenstunden können sich schnell mit deutlich wärmeren Temperaturen am Nachmittag abwechseln. Bewährt hat sich daher das Schichtenprinzip, beispielsweise mit einer leichten Isolationsschicht, die bei Bedarf im Rucksack verstaut werden kann.

Ebenso wichtig ist geeignetes Schuhwerk. Wasserdichte und bequeme Gummi- oder Bergstiefel sind bei längeren Strecken durch Wiesen, Felder und unwegsames Gelände von Vorteil. Bei Gesellschaftsjagden trägt gut sichtbare Signalkleidung zusätzlich wesentlich zur Sicherheit bei.

Die richtige Ausstattung
Auch einige kleine Dinge können einen langen Jagdtag deutlich angenehmer machen. Ein Sitzrucksack oder Rucksack mit Stockerl, warmer Tee, Messer, ausreichend Munition und weitere persönliche Ausrüstung sollten deshalb vor dem Aufbruch kontrolliert werden.

Sicherheit hat Vorrang
Vor Beginn der Jagd müssen Standort, Position der Nachbarschützen und die zulässigen Schussbereiche eindeutig geklärt sein. Die Anweisungen der Jagdleitung sind konsequent einzuhalten. Die Waffe wird entsprechend den Vorgaben der Jagdleitung gehandhabt und darf niemals Personen gefährden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt Schützen, Treibern, Spaziergängern und dem Hinterland. Bei einer unklaren Situation oder einem nicht sicheren Schuss gilt ohne Ausnahme: Finger gerade – kein Schuss.

Denn eine erfolgreiche Niederwildjagd zeichnet sich nicht nur durch die Strecke aus. Entscheidend ist auch, dass alle Beteiligten am Ende des Jagdtages wieder sicher nach Hause kommen.

Waidmannsheil und einen sicheren Jagdherbst!

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